Biwak im Gasterntal – Hauptprobe für die Sommerferien

In leicht reduzierter Formation. Begeben wir uns am Samstag Nachmittag mit Sack und Pack in die Berge. Während Robin mit seinem Götti ein sonder Programm absolviert und dabei die volle Aufmerksamkeit von Fredy geniesst, machen wir die Hauptprobe für die geplanten Wanderferien im Sommer. Das wildromantische Gasterntal mit seinen Bächen und abwechslungsreichen Wanderwegen animiert sogar Maël zum selber laufen. Während alle anderen, das Tal langsam Richtung Kandersteg verlassen, suchen wir uns eine Bleibe für sie Nacht. An einem kleinen Brätliplatz direkt am Schwarzbach werden wir fündig. Nach Outdoorküche mit Tortilla-Plausch schlagen wir unser Lager auf. Nicht ganz einfach, den Jungs am Bach die Freiheit zu lassen und sie gleichzeitig trocken zu halten. Das Wasser übt halt eine gewisse und bald einmal nasse Faszination aus…

Ab ins Bett. – Und nach anfänglichen Schwierigkeiten schlafen alle tief und fest. Oder zumindest fast. Lisi schläft mit einem offenen Auge, um uns vor wilden Tieren zu schützen:-)

Nach einem Kaffe und Zopf mit Ovocrunch sind wir gestärkt für die zweite Etappe. Entlang dem Schwarzbach gelangen wir immer höher die Berge hinauf. Maël läuft einen grossen Teil selber und Léon zieht mit Lisi voraus. Aus der ferne können wir beobachten, wie eine fünfköpfige Gemsenfamile mit ihren Jungen durch die steilen Gröll- und Felsformationen springt.

So richtig springen tun wir nicht mehr. Umso glücklicher sind wir als wir die Spittelmatte erreichen und unsere Füsse im kalten Bach kühlen können.

Maël führt uns begeistert, als „Lockführer“ der Luftseilbahn vom Sunnbüel ins Tal zurück nach Kandersteg. 

Zwischen Gurten, Gantrischgebiet und Badi

Lehrerkonferenz sei Dank, hatten Léon und Robin über Auffahrt ganze fünf Tage frei. Grund genug, dass auch ich mir bereits ab Mittwoch frei genommen habe, um mit der Familie das frühsommerlich warme Wetter zu geniessen.

Am Mittwoch erobern wir nach einem gemütlichen Frühstück den Gurtenpark. Nach einer guten Wurst auf dem Grill geht’s für die drei Jungs so richtig los. Kugelbahn – Wasserspielplatz – Rutschbahn – Kleineisenbahn – Rodelbahn. Zeit für Lisi und mich, zurück zu lehnen und zu entspannen.

Nach einem für uns vier Jungs erholsamen Donnerstag – Lisi musste arbeiten – verbringen wir den Freitag als Familie im Gantrischgebiet. Mittagshalt gibt es während einem Spaziergang über den Gäggersteg oberhalb Selital. Begeistert laufen die drei Jungs über die zahlreichen Holzbrüggli und Stege durch den vom Lothar Sturm geprägten Waldabschnitt.
Den Nachmittag verbringen wir im kleinen Schwimmbad von Eywald, mitten im Wald oberhalb von Rüschegg Heubach. Ja ungefähr dort wo Fuchs und Hase einander „Gute Nacht“ sagen. Ein kleiner Geheimtipp, mit Spielplatz und Gumpischloss.

Samstag und Sonntag ist bei Lisi wieder für den Lindenhof reserviert. So machen wir uns mit meinen Eltern erneut auf den Weg ins Gantrischgebiet. Diesmal mit Sack und Pack. An einen fast ausgetrockneten Bach oberhalb Schönenboden, schlagen wir unser Lager für die Nacht auf, stauen das wenige Wasser, bereiten unser Nachtessen auf dem offenen Feuer zu und übernachten nach einem längeren Abendspaziergang im Biwack.
Der frühe morgen gehört ganz alleine mir, dem Hohmattli und dem Sonnenaufgang, bevor wir dann alle zusammen nochmals das Hohmattli in etwas gemächlicherem Tempo erwandern.

Zurück im Tal erschlägt uns fast die Hitze und so beenden wir ein unglaublich schönes Wochenende wie viele andere – sehr viele andere – in der Badi.

Saas-Grund, Sonne, Schnee und Ski

Neues Jahr, neues Glück! Ja, in diesem Jahr hatten wir das Wetterglück. Zumindest was die Sonnenstunden angeht. Stahlblauer Himmel begleitete uns durch die Skiferien in Saas-Grund. Nur am ersten und letzten Tag war das Wetter leicht durchzogen. Super zum gemütlichen Verweilen auf dem Kinderspielplatz, etwas weniger gut für die ohnehin schon bescheidenen Schneemengen.

Mit Freeriden war heuer nichts. Zumindest nicht wenn es Kopf und Skier überleben sollten. Somit blieb umso mehr Zeit für gemütliche Abfahrten mit Léon und Robin oder erste Ski-Gehversuche mit Maël.

Maël wollte tatsächlich schon selber Skifahren, musste aber bald feststellen, dass es im Fernsehen bei den Skirennen einfacher aussieht als es ist. Er hat aber trotzdem immer wieder tapfer versucht und ein paar Rutscher und Bauchlandungen verbunden.

Robin und Léon haben im Laufe der Woche nochmals richtig Fortschritte gemacht. Robin kommt nun bei fast allen Pisten gut herunter und Léon sucht sich jede Schanze im Snowpark oder treibt einem beim Nachtskifahren mit horrenden Tempi die Sorgenfalten ins Gesicht. Huch, zum Glück war nur einmal Nachtskifahren – meine Nerven hätten das sonst nicht mitgemacht. Léon schon!

Falls gerade nicht die Piste durchkreuzt wurde, waren wir auf dem grossartigen Spielplatz im Kreuzboden die Sonne am geniessen und liessen unsere Jungs – allen voran Maël – die Geheimgänge und Rutschbahnen erkunden.

Ein Tag mit den Tourenski sollte natürlich auch nicht fehlen. Da unten zu wenig Schnee, blieb nur noch die Flucht nach vorn bzw. oben. Zusammen mit Timon erklomm ich mit dem Allalin unseren ersten 4’000er. Wir durften eine unglaubliche Aussicht und eine imposante Gletscherwelt bestaunen. Wahnsinn!

Die Abenden im Skilager waren geprägt von Gesprächen, Tichu-Spielen und sonst spassigen Runden. War richtig gut, mit Familie und Freunden der B-Plus im Lager zu sein. Ihr seid unbezahlbar! Wir kommen nächstes Jahr wieder!

Silvester auf der Rinderalp

Wir kennen Sie bereits. Ja, wir waren schon zweimal hier. Einmal im letzten und einmal in diesem Jahr. Doch nun sollte alles etwas anders sein. Denn bisher waren wir immer nur im Sommer auf der Rinderalp, nun an Silvester freuen wir uns auf riesige Mengen an Schnee und lustige Ski oder Bobrennen. – ok, nicht ganz. Zumindest nicht in diesem Jahr. Der trockenste Dezember seit 150 Jahre liegt hinter uns und entsprechend wenig Schnee auf der Rinderalp. Ein paar vereinzelte Schneefelder verraten uns, dass wir tatsächlich Winter haben, während uns das Wetter vorgaukelt, dass wir uns bereits im Frühling befinden. Strahlender Sonnenschein und zeitweise milde Temperaturen begleiten uns durch die Neujahrstage. Statt Schlitteln gibt es somit am zweiten Tag einen Abstecher an die nächstgelegenen Kletterfelsen und wir sammeln erste Erfahrungen beim Klettern am Fels. – Zugegeben die Kulisse hier auf der Rinderalp ist doch einiges beeindruckender als in all den Kletterhallen, welche ich bisher kennengelernt habe. – Es macht Spass zu sehen mit wie viel Leidenschaft unsere bunt zusammengewürfelte Clique den harten Felsen erklimmt. Auch Léon versucht sich einigermassen erfolgreich mit einer 4a Route. Danke Felix fürs organisieren und deine Hilfe als Guide!

Später gibt es in der wohlig warm eingeheizten Hütte Spiele, gute Gespräche und ein gemütliches Fondue. Danach stürzen wir uns nochmals in die warmen Kleider, um draussen auf das neue Jahr an zu stossen und im Anschluss mehr oder weniger lang mit mehr oder weniger Alkohol im Blut zu feiern – oder eben zu schlafen.

Danke Timon für die Initiative und das organisieren. Uns hat es super Spass gemacht und wir sind bei einem allfälligen Revival sicherlich gerne wieder mit von der Partie!

Herbsttage am Bodensee

Auf dem Weg zur Lochmühle machen wir einen kurzen und äusserst touristischen Zwischenstopp am Rheinfall. Was heisst hier EIN Zwischenstopp – es waren eigentlich ZWEI. Einer auf jeder Seite, so konnten wir Burg und Rheinfall geniessen ohne den horrenden Eintritt zu bezahlenJ Wenn auch wirklich sehr hoch frequentiert, ist das imposante Naturschauspiel doch einen bzw. zwei Zwischenstopps wert. Ziel des Tages war aber wie gesagt, die Lochmühle ein kleiner eigentümlicher Freizeitpark in Baden-Württenberg. Ja, er wirkt klein uns auch ziemlich Hobbymässig, aber genau das hat auch seine Vorteile, denn wo sonst könnte Robin und Léon bereits alleine auf einem Mini-Quad oder Rasenmäher-Traktor fahren. Ein super Erlebnis mit lustigen Attraktionen, abwechslungsreichen Spielplätzen und zum Schluss einem leckeren Nachtessen in der Rustikal eingerichteten Gaststube.

Nach einer ruhigen Nacht und von Ungeduld geprägtem Shopping in Konstanz machten wir einen kurzen Abstecher ins Sealife. Bei diesem kühlen und windigen Wetter wollten wir einfach nicht wirklich draussen bleiben. Die verschiedenen bunten Fische und Meeresbewohner bescherten uns einen kurzweiligen Nachmittag. Wenn auch das Highlight die quirlige Pinguin Familie beim Ausgang des Sealife war.
Zeit für eine „Kaffee und Kuchen“ Pause im Cafe Rosengarten. Mmmh… sooo viel Kuchen… sooo lecker… und das zu diesen Preisen… Wir haben den wahren Grund für den boomenden Einkaufstourismus gefunden.
Vom Kuchen via Spielplatz ins Restaurant Hohenegg auf ein helles Weizen und ein Nachtessen mit deutschen Spezialitäten. Zum Glück gehören da auch Pommes und Schnitzel dazu, oder Jungs?

Unser dritter Tag bringt uns mit der Fähre nach Meersburg – mit einem gemütlichen aber eher kalten Spaziergang durch die lokalen Rebberge und hoch in die Mittelalterliche Altstadt von Meersburg. Passend zu Kulisse laufen gerade die letzten Vorbereitungen für ein Ritterfest – Markt mit mittelalterlichen Kostümen, währschaftem Essen und Getränken ab 16 Jahren. Eventuell liessen wir uns in Meersburg zu lange aufhalten oder es ist sonst was dazwischengekommen, auf jedenfalls läuft uns bei der Rückfahrt plötzlich die Zeit davon. Schliesslich wollen wir die Hochzeit von Katrin und Fredy nicht verpassen, bzw. ich sollte als Trauzeuge meine Unterschrift unter das amtliche Dokument setzen. Ja, den ersten Auftritt von Fredys Schwiegereltern habe ich mir leicht anders vorgestellt. Aber eben, zu spät ist zu spät… Tja… Wir freuen uns trotzdem riesig, dass Katrin nun auch zu unserer Familie gehört. Gratuliere!

Brunnistöckli – Léons erster Klettersteig

Léon wäre am liebsten bei jedem outelement Abenteuer mit dabei. Grund genug, dass wir schon im Frühling abgemacht haben, einmal zu zweit einen Klettersteig zu erklimmen.

Heute ist es soweit. Ausgerüstet mit Klettersteigset und Helm machen wir uns auf den Weg nach Engelberg und von dort mit Luftseilbahn und Sessellift zur Brunnihütte. Diese ist Ausgangspunkt für den K2 Klettersteig auf das Brunnistöckli. Eine Stunde rechnen normale Klettersteigler für diese Route. Für Léon mit seinen zarten 6 Jahren und insbesondere bescheidenen 120 Körpergrösse, sind die Tritte und Griffe zum Teil doch sehr weit auseinander. Gewisse Passagen müssen wir neben den Steigen direkt auf dem nackten Felsen klettern, weil die Tritte unerreichbar weit auseinanderliegen. Ja, wir lassen uns ein paarmal überhohlen. Das tut unserer Freude aber keinen Abbruch, tapfer und voller Stolz erreichen wir nach rund zwei Stunden den Gipfel des Klettersteiges. Bravo Léon, das war eine riesen Leistung!

Von Paladina bis Chamanna Cluoza

Unsere Sommerferien verbringen wir wieder einmal in der geliebten Schweiz. Die Parkanlage vom Hotel Paladina im Tessin dient uns für die erste Woche als Zeltplatz. Für die Kids perfekt direkt neben dem abwechslungsreichen Spielplatz gelegen und voller anderer Kinder zum herumtollen und spielen. Für uns Perfekt, da jeden Vormittag ein Kinderprogramm angeboten wird und wir uns in Ruhe einer Vortragsreihe zum Thema „Vertrauenspädagogik“ widmen oder einfach ein bisschen vor dem Zelt chillen können.
Die Kids haben die Zeit in Pura geliebt und bereits wurde der Antrag an den Familienrat gestellt im nächsten Jahr wieder zu kommen. Vielleicht nicht zuletzt, weil sie sich in den „Dinocar“ oder die beiden Kinderbetreuerinnen „verliebt“ haben. Mal schauen – können es uns zumindest einmal vorstellen wieder zu kommen. Wir haben die Vorzüge des kleinen Schwimmbades mit Wasserrutsche, das Mittagsbuffet, den Lago di Lugano und das gelegentliche Beachvolleyspiel mit den anderen jungen Väter sehr genossen. Zu meiner Überraschung habe ich mich persönlich nicht einmal über das äusserst Fromme Setup geärgert.
Die Slackline auf dem Spielplatz neben unserem Zelt war eine kleine Wette mit den Kids wert. Wer es bis zum Abend ganz über die Line schaffen sollte. Darf im Restaurant einen Coupe Glace schlecken. Léon hat den ganzen Nachmittag mit viel Eifer geübt. Er war nicht zu bremsen und hat es gegen Abend tatsächlich einmal geschafft. Gesehen hat es niemand – aber im Vertrauen und als Belohnung für seinen unermüdlichen Einsatz durfte er einen Coupe auslesen. Selbstverständlich haben auch Maël und Robin eine Kugel erhalten.

Eine Woche Tessiner Sommer ist genug, darum machen wir uns für die zweite Woche auf den Weg ins Engadin. Auf dem kleinen Zeltplatz in Cinuos-chel in der Nähe von Scanf wird es in der Nacht gerne einmal ein paar Grad unter null. Sobald aber die ersten Sonnenstrahlen unseren Platz erreichen, wird es richtig gemütlich. Nach dem Trubel der ersten Woche geniessen wir nun die Natur beim Spazieren und Bergbäche Stauen. An zwei Tagen erhalten wir Besuch von Jan. Da zeigt sich beim Bergbäche stauen einmal mehr, dass die grössten Jungs auch die grössten Kindsköpfe sind – Muskelkater vom Schleppen der Brocken inklusiveJ

Mitte Woche habe ich die Gelegenheit genutzt und mir einen schon länger gehegten Traum erfüllt. Mit dem Rennrad bin ich via Zernez – Ofenpass – Münster nach Prad am Stilfserjoch gefahren und von dort die Berühmte Steigung mit etlichen Spitzkehren hoch auf den legendären Alpenpass. Kurz nach der Überquerung des Stilfserjoch, habe ich den Umbrail erreicht und mich bei einem Teller Spaghetti gestärkt, bevor es via Münster nun von der anderen Seite nochmals über den Ofenpass ging.

Was wäre ein Urlab am Tor zum Nationalpark, ohne einen kurzen Abstecher in den grössten Naturpark der Schweiz. Auf dem Weg zur Chamanna Cluoza der einzigen Hütte im Nationalpark konnten wir zahlreiche Tiere beobachten. Insbesondere die Fliegen, Wespen und Ameisen waren gross vertreten, sonstige Wildtiere – Fehlanzeige. Léon und Robin haben die gut drei Stunden Marsch hin und zurück getrieben von Traubenzucker tapfer absolviert. Super, dass wir nun schon richtige Wanderungen unternehmen können.

Frühlingsferien – zu Hause

Auch wenn wir nicht gross in den Urlaub fuhren, waren die 3 Wochen Frühlingsferien für unsere Kids äusserst abwechslungsreich.

Für Léon und Robin starteten die Ferien, gleich mit zwei Tagen bei Sonja und Thomas. Seeteufel in Studen, Betty Besuchen und der Gurten standen auf dem Programm und natürlich darf man nicht vergessen, dass auch das Übernachten im selben Zimmer wie Sonja und Thomas zum Highlight gehört. Kein Wunder, wären die beiden Jungs trotz leichter Grippe noch länger gebliebenJ
Geht aber nicht, denn wir wollen ja noch Nadines Geburtstag feiern und am nächsten Tag soll es gleich in den nächsten Kurz-Urlaub zu Grandmamman und Grandpapa nach Täufelen gehen. Zeit zum Spielen, Spatzieren, mit Grandpapa auf dem Beamer Filme schauen und für einen Ausflug ins Papillorama. Was für ein Fest. Daran könnte man sich glatt gewöhnen.

Zum Abschluss der ersten Woche war noch ein Ausflug ans Kindermusical Songline angesagt. Das Musical würde uns die nächsten Tage noch begleiten, denn Léon und Robin haben das selber neu interpretiert und zahlreiche Vorführungen auf dem heimischen Sofa gemacht. Inklusive Zuschauer aus Verwandtschaft und NachbarschaftJ Die zweite Woche war dann etwas ruhiger, dafür hat das Wetter ordentlich mitgespielt und alle waren vom Morgens bis Abends draussen.

In der letzten Woche durfte ich mich dann auch zu meiner Familie gesellen und musste nicht zur Arbeit. Perfektes Timing, denn nun sollte Ende April nochmals der Winter Einzug halten. Höchste Zeit den Spielplatz nach drinnen zu verlagern. Ein Abstecher in den Beo-Funpark nach Laupen kommt immer gut an. Hier können sich alle 4 Wiedmer Jungs prächtig amüsieren. Klettern, Rutschen, Ballspielen, Trampolin hüpfen und Auto fahren.
Leichter Schneefall und tiefe Temperaturen begleiteten anschliessend unser Garten Projekt. Wir waren dennoch viel draussen und ich hatte von unseren Jungs tatkräftige Unterstützung beim Setzen der 23 Stellriemen, welche nun den Rasen von der Böschung trennen.

Ein kleiner Ausflug darf natürlich auch in „Wir-Bleiben-Zuhause-Ferien“ nicht fehlen. So machen wir uns am Mittwochvormittag auf an den Genfersee. Hier wollen wir die nächsten zwei Tage verbringen.
Erste Etappe: Bex. Mit einem kleinen Zug fahren wir mitten in den Berg und staunen, mit wie viel Fleiss hier früher Salz abgebaut wurde. Mit Hammer und Meissel wurden lange Höhlen gegraben um nach kostbarem Salz zu suchen. Unschwer vorzustellen, dass das Knochenarbeit war. Bis zu 5 Meter konnten so in einem Monat zurückgelegt werden. An einem der Schächte hätten die Arbeit 26 Jahre lang gearbeitet und dennoch kein Salz gefunden. Da erscheint einem die eigene Arbeit plötzlich extrem sinnvoll und abwechslungsreichJ Mit dem Minenzug fahren wir die zweieinhalb Kilometer lange Strecke wieder zurück aus der Mine und verstehen nun etwas besser die überrissenen Preise im Souveniershop am Ausgang. – Aha, nein, heute wird ja nicht mehr mit Hammer und Meissel gearbeitet.
Zweite Etappe: Le Bouveret. Die Schienen und Tunellstrecken waren hier nicht ganz so lang wie in der Salzmine von Bex. Dafür umso spannender für unsere 3 Jungs. Einmal Eintritt in den Park bezahlt, kann man so lange Züglifahren wie man will. Eine Runde, zwei Runden, drei … durch kurze Tunnels, über Brücken, vorbei an Schlösser, Seen und Rebbergen. Durch lauschige Dörfer. Da gibt es auf kleinstem Raum ganz viel zu entdecken.
Irgendwann, ist aber auch dieser Züglispass vorbei und wir fahren entlang dem Südufer des Lac Léman nach Evian, um dort ein einer richtig coolen Beiz „le bureau“ ein paar Burger, Frites und Fisch zu essen. Ein super erlebnis für Jung und alt. Auch wenn die etwas versnobten Tischnachbaren, wegen unseren Kindern das Restaurant verliessen. Nicht, dass unsere Kids besonders viel Aufmerksamkeit erregten, aber – „oh no, next to children“ – und schon waren sie wieder weg.
Ein kleines Appartment war unsere Bleibe für die Nacht. Trotz Reservation kein Babybett mehr vorhanden – tja, dann müssen halt alle drei in einem Doppelbett schlafen. Kein Problem, bzw. ein umso grösserer Spass.
Nach dem Frühstück fahren wir zurück nach Villeneuve, um von dort dem Ufer entlang zum Schloss Chillon zu laufen. Burgmauern, Bergfried, Gefängnis und natürlich Schwert und Kanonen mussten bestaunt werden. Danach gab es, zumindest für Robin, noch mehr zu staunen. Auf dem Dampfschiff nach Montreux, konnte er den Blick nicht mehr von der imposanten Dampfmaschine abwenden. Ein Gelati an der Promenade und kurzer Stopp auf dem Spielplatz und mit dem nächsten Dampfer zurück nach Villeneuve. Danach waren alle müde genug, um die Heimfahrt total zu verschlafen.